Im REM-Schlaf wird unser Gehirn plötzlich wieder lebendig. Die Hirnwellen werden so schnell, als seien wir wach. Auch Herzschlag und Atmung gleichen denen eines wachen Menschen. Der Blutdruck steigt und Männer bekommen eine Erektion, auch wenn sie keine erotischen Träume haben. Da auch die Klitoris der Frau erigiert ist, scheint jetzt die beste Zeit für die Liebe, wenn man nur nicht schlafen würde. Die Augäpfel bewegen sich äußerst heftig unter den Lidern. Die Bewegungen scheinen umso intensiver, je gefühlsvoller die Träume sind. Glücklicherweise liegen wir trotzdem still im Bett, da unsere Muskeln betäubt sind. Diese Muskelatonie (Schlaffheit) schützt uns davor, unsere abenteuerlichen oder unsinnigen Träume vielleicht in die Tat umzusetzen. Da Schnarchen auch von der Erschlaffung der Muskel begünstigt wird, erklärt sich daraus vielleicht die Tatsache, dass in der Traumphase besonders intensiv geschnarcht wird.
Früher nahm man an, dass im Schlaf die Körperfunktionen einfach von „aktiv“ auf „passiv“ umgeschaltet werden, stimmt längst nicht mehr. Seitdem der deutsche Psychiater Hans Berger der EEG 1929 entwickelt hat. 1937 zeichnete der amerikanische Forscher erstmals damit Hirnstörme auf Schlafenden auf. Seitdem ist sicher, dass Schlaf ein hochaktiver rhythmischer Prozess, der nach festen Regeln abläuft, ist. 1953 maß ein amerikanischer Student in seiner Wache im Schlaflabor erstmals die typischen Augenbewegungen von Schläfern. Er machte damit klar, dass es neben den ruhigen Schlaf auch eine aktiven gibt. In der aktiven Traumphase wird unter den geschlossenen Lidern heftig mit den Augen gerollt. Dementsprechend nannte man diese sensationelle Entdeckung REM (Rapid Eye Movement), den dazugehörigen Schlaf REM-Schlaf, den übrigen NREM (Nicht-REM-Schlaf). Heute unterscheiden wir in 5 verschiedene Phasen: Traumschlaf (REM) und 4 unterschiedlich tiefe NREM-Stadien.
Leider genügt es oft nicht, den Konsum von Alkohol, Zigaretten und Schlafmittel zu reduzieren, um sich Nachts vor Schnarchanfällen zu schützen. Bei vielen Schnarchern sind körperliche Ursachen die Übeltäter. Zum Einen kann es durch eine Krümmung der Nasenscheidewand zu blockierten Atemwegen kommen eine genetische Veranlagung, die das Schnarchen garantiert. Auch große Polypen oder eine Fehlstellung von Ober- und Unterkiefer verursachen Scharchen, und ebenso sind hierbei die Gene verantwortlich. Wer im Frühjahr unter Heuschnupfen leidet oder von anderen Allergien geplagt ist, kann auch dort seine persönliche Ursache für das Schnarchen finden. Durch die allergische Reaktion schwellen die Schleimhäute an, deshalb kann die Atemluft schlechter zirkulieren. Der Körper will sich seinen Sauerstoff mit Gewalt holen. Dabei beginnt das Gaumensegel zu beben. Auch eine Mandelentzündung könnte die Ursache für das Schnarchen sein.
Es scheint so, dass die weiblichen Hormone das Risiko minimieren. Wie genau sie als Anti-Schnarch-Schutz fungieren, ist jedoch unbekannt. Im Gegensatz dazu scheinen Männer eine stärker ausgeprägte genetische Anlage für das Schnarchen zu besitzen.
Bei Übergewichtigen wird Fett nicht nur an den Hüften und am Bauch gespeichert. Fettgewebe setzt sich auch in vielen anderen Regionen des Körpers an z. B. im Rauchenraum. Dadurch verengen sich die Atemwege und es erhöht sich das Schnarchrisiko.
Eine Atemmaske wird bei einer CPAP-Therapie eingesetzt. Durch einen leichten Überdruck in den Atemwegen verhindert sie, dass sich der Rachenbereich durch entspannte Muskeln verengt. Dadurch wird das Schnarchen verhindert. Eine Atemmaske wird zur Behandlung der Schlafapnoe verwendet und nicht zur Therapie gegen das Schnarchen. Die Kosten für eine Atemmaske liegen ca. zwischen 1.500 € und 5.000 €.
Alkoholkonsum senkt den Muskeltonus und dämpft den Atemantrieb. Durch den geminderten Tonus erschlafft das weiche Gewebe im Rachen und gerät während des Atmens in Schwingungen, wodurch die Schnarchlaute entstehen. Also Finger weg von Alkohol.